[Event "Herbstopen Deizisau 2026"]
[Site "Deizisau, Germany"]
[Date "2026.10.26"]
[Round "7"]
[White "Kauth, Lukas"]
[Black "Wurmbauer, Nils"]
[Result "1/2-1/2"]
[Annotator "Mi. Rupp"]
[ECO "C72"]
[WhiteElo "2228"]
[BlackElo "2083"]
[WhiteFideId "-1"]
[SetUp "1"]
[FEN "r2qk2r/2p1bpp1/p2p3n/1p2p1N1/3nP3/1B3pP1/PPP5/RNBQ1RK1 w kq - 0 13"]
[PlyCount "28"]
[GameId "2369508750733312"]
[EventDate "2026.??.??"]
[SourceVersionDate "2025.01.26"]
{[#]} 13. Nxf3 {Nils hatte sich zuvor auf eine bekannte scharfe Gambitvariante eingelassen, bei der Schwarz eine Leichtfigur für den Gegenwert zweier gegnerischer Bauern und einer für Angriffsperspektiven geöffneten h-Linie. Auch wenn sein Bedenkzeitverbrauch zuvor nicht unbedingt darauf schließen ließ, dass er sich gut auskannte hatte er bis dato soweit alles richtig gemacht und produzierte nun sogar eine theoretische Verbesserung ...} Qd7 $1 $146 ({In der einzigen Vorgängerpartie geschah zunächst} 13... Nxb3 14. axb3 {und nun erst} Qd7 {was aber schwächer ist}) 14. Nxd4 exd4 15. Qf3 {[%csl Rf7]} (15. Qxd4 $4 Qh3 $1 {verlöre tatsächlich bereits für Weiß}) 15... O-O-O $1 {einzig angängiger Zug, den Nils erst nach eínigem Nachdenken dann spielte, galt es doch nun zu prüfen, ob Weiß daraus ernsthaften Nutzen ziehen könnte ...} 16. Bxh6 $5 {dieser Zug ist in Verbund mit dem nachfolgenden zu sehen ...} ({was sich aber befriedigend mit} 16. a4 b4 $1 {parieren ließe}) (16. e5 {[%csl Rc8][%CAl Rf3a8] direkt Matt drohend, musste natürlich auch gewürdigt werden, was sich aber gar auf drei verschiedene Arten zufriedenstellend parieren ließe}) 16... Rxh6 17. Qf5 {nun kann Weiß die Damen tauschen, was bei dem momentanen nominellen Mehrbesitz einer Bauerneinheit auf den ersten Blick wohl wirklich Vorteil verheißend aussehen kann ...} Qxf5 $1 18. exf5 $1 (18. Rxf5 Rdh8 $1 $40 {wäre tatsächlich bereits gefährlich für Weiß}) 18... Bg5 $1 $44 {unterbindet den wünschenswerten Entwicklungszug Sd2} 19. Na3 $2 {Scheinbar naheliegend, denn wie will Weiß sonst seine restlichen Damenflügel-Figuren ins Spiel bringen?!} ({besser war zunächst etwas wie} 19. Kg2 {, 19.Lxf7 oder 19.c3}) 19... d5 $1 $17 20. c3 {erst nach ziemlich langem Nachdenken gespielt (dämmerte es dem jüngeren Gegner nun wohl, dass die Partie bereits beunruhigend zu seinen Ungunsten gekippt ist) und tatsächlich wohl noch die beste Chance, im Spiel zu bleiben ...} d3 $1 (20... dxc3 $1 21. bxc3 c5 {war auch ziemlich vielversprechend}) 21. Rad1 c5 $1 {[%csl Rb3,Yd3][%CAl Rc5c4] die eigentliche Pointe: der weit vorgerückte Bauer droht gedeckt zu werden sowie der Lb3 verlustig zu gehen!} 22. c4 $6 (22. Rxd3 c4 23. Bxc4 {hält der Computer noch für das kleinste Übel}) 22... dxc4 23. Nxc4 bxc4 24. Bxc4 d2 $1 25. Bxf7 {die Engine zeigt gewinnträchtigen schwarzen Vorteil an, was vielleicht etwas zu überraschen vermag bei der materiellen Gleichheit auf dem Brett, aber der weit vorgerückte schwarze Freibauer und dessen untangierbare Deckung durch den Lg5 machen hier einen gewichtigen Unterschied} Kc7 26. Kg2 Rd4 {Als dieser Zug auf dem (zeitlich ja mindestens eine Viertelstunde hinterher hinkenden) Übertragungsbildschirm erschien und der Berichterstatter in die Online-Vereins-Community schaute, sah er zu seiner Überraschung, dass da auch bereits unser Protagonist online war; die Partie musste also bereits zuende gegangen sein! Wieder auf den Übertragungsbildschirm und die Brettstellung schauend und nach dem Gewinnplan Ausschau haltend, entdeckte auch der Berichterstatter noch nicht "die zündende Idee" für einen ersichtlichen Gewinn, erscheint es doch letztlich anbetrachts der ausreichenden weißen Kontrolle über die Grundreihe schwierig, dem so nahe der Umwandlung stehenden vorgerückten d-Bauer auch zur Promotion verhelfen zu können. Gleichzeitig war ihm aber auch klar geworden, dass dieser weit vorgerückte Bauer auch gegnerische Ressourcen bindet und man in der Folge sicherlich gefahrlos da weiter drücken und drücken und den Gegner (mit Verlaub) weiter quälen können wird. Irgendwann dann wieder auf den Bildschirm schauend, fand sich hier dann schließlich doch 1/2: 1/2 zu sehen! Hmm ... was soll man davon nun halten?!? Anzumerken wäre da wohl noch, das beide Spieler zu Ende der Partie offenbar noch über eine halbe Stunde Restbedenkzeit verfügten} 1/2-1/2